Die Deutsche Gesellschaft für Andrologie (DGA) begrüßt die STIKO-Empfehlung zur HPV-Impfung für Jungen

Humane Papillomviren (HPV) können beim Geschlechtsverkehr übertragen werden und im schlimmsten Fall Krebserkrankungen von Vulva, Scheide, Penis, After, Mund, Rachen und Kehlkopf verursachen. Außerdem sind sie in den meisten Fällen Auslöser für die bei beiden Geschlechtern wesentlich häufiger vorkommenden Anogenitalwarzen. Durch eine Impfung kann dies verhindert werden.

Die bisher geltende Empfehlung, Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren zu impfen, soll nun erweitert werden: Auf ihrer Sitzung vom 05. Juni 2018 hat die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts beschlossen, die Impfung gegen krebserregende humane Papillomviren (HPV) auch für Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren zu empfehlen. Zu einer Nachholimpfung wird bis zum Alter von 17 Jahren geraten. Diese Empfehlung gilt mit Veröffentlichung der STIKO-Empfehlungen 2018/2019 im Epidemiologischen Bulletin 34/2018 (Ende August 2018). Mögliche Kostenübernahmen durch die Gesetzlichen Krankenkassen werden im Anschluss daran durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) geprüft. Daher empfehlen wir, bis dahin eine mögliche Kostenübernahme direkt mit der versichernden Krankenkasse zu besprechen.

Für weitere Informationen zur HPV-Infektion und speziell zur HPV-Impfung empfehlen wir den Link auf die Seite des Robert-Koch-Instituts (RKI): https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/HPV/FAQ-Liste_HPV_Impfen.html;jsessionid=EB9F74374572C0CE848A20CABDD767AF.2_cid290#FAQId7819446

Quelle: Robert-Koch-Institut www.rki.de