Janina Schreiber, Studium der Humanmedizin
15. Garmisch-Partenkirchener Assistentenseminar
vom 22.-26.06.2016

 Ich freue mich sehr Ihnen von meiner Teilnahme an 15. Garmisch-Partenkirchener Assistentenseminar berichten zu dürfen. Ermöglicht wurde mir dieses durch ein Reisestipendium der Deutschen Gesellschaft für Andrologie, welcher an dieser Stelle noch einmal mein ausdrücklicher Dank gebührt. 

Zunächst kurz zu meiner Person: mein Name ist Janina Schreiber und ich bin Medizinstudentin im 9. Semester an der Universität Duisburg Essen. Durch mein andrologisches Dissertationsthema sowie diverse Famulaturen steht für mich bereits fest, dass ich nach Abschluss meines Studiums Fachärztin für Urologie werden möchte.

Das Basis- und Assistentenseminar in Garmisch-Partenkirchen wird jährlich von der GeSRU veranstaltet und richtet sich an Assistenzärzte in der Urologie, die am Anfang ihrer Karriere stehen. Die Fortbildung soll ihnen den Einstieg ins Berufsleben erleichtern. In diesem Rahmen werden in den ersten Tagen urologische Basisfähigkeiten, inklusive praktischen Fähigkeiten in Sachen Naht- und Knotentechniken, gelehrt. Im Anschluss daran beginnt dann das eigentliche Assistentenseminar. Hier werden die wichtigsten Themen und Erkrankungen in der Urologie besprochen. Außerdem gibt es auch hier wieder einen großen praktischen Anteil mit einem Endourologie- und Nahttechnik-Workshop.  

Als Studentin war ich die jüngste Teilnehmerin der Fortbildung. Insofern konnte ich zusätzlich enorm von den Erfahrungsberichten der jungen Assistenzärzte profitieren. In Gesprächen mit vielen verschiedenen Teilnehmern aus ganz Deutschland konnte ich einige offene Fragen zum späteren Berufsleben klären. 

Die Referenten der Fortbildung waren durchweg rhetorisch erstklassig. Außerdem war die Atmosphäre der Veranstaltung sehr persönlich und offen, sodass in den Pausen, bei den gemeinsamen Aktivitäten oder beim Abendessen auch der Austausch mit erfahrenen Fachärzten und Professoren gefördert wurde. 

Ein Highlight war der Endourologie-Workshop, welcher im Klinikum Garmisch-Partenkirchen stattfand. Mit Hilfe von Vertretern der Industrie wurden Modelle aufgebaut an denen diverse endoskopische Eingriffe in der Urologie realitätsgetreu trainiert werden konnten. Beispielsweise konnten wir eine Ureterorenoskopie am explantierten Urogenitaltrakt eines Schweins üben oder auch transurethrale Resektionen der Prostata oder Blase am Modell durchführen. Auch der Workshop  zu Nahttechniken war hervorragend. Hier rekonstruierten wir u.a. eine Neoblase aus Schweinedarm.

Dank der Förderung durch die Deutsche Gesellschaft für Andrologie durfte ich ein enorm lehrreiches Wochenende in einem persönlichen Umfeld und einer tollen Umgebung verbringen. Diese Erfahrung motiviert mich selbstverständlich weiterhin in meinem Bestreben Fachärztin für Urologie zu werden und ich bin mir sicher, dass ich von den gelernten Inhalten schon bald profitieren werde.